Dorffest zum 250. Kirchenjubiläum in Rittershausen

Am Sonntag um 10.40 war es endlich soweit: Der Festgottesdienst zum 250. Geburtstag der Ev. Kirche in Rittershausen begann. Nicht nur in der Kirche konnten viele am Gottesdienst teilnehmen, auch auf den zahlreichen Bänken vor der Kirche, die noch schnell aufgestellt wurden, konnten die Besucher per Lautsprecher den Gottesdienst verfolgen.

Es war ein feierlicher und abwechslungsreicher Gottesdienst, den die Pfarrerinnen Reif und Thielmann vorbereitet hatten und der von vielen mitgestaltet wurde. Es gab manches zu entdecken, was in dieser Kirche besonders ist: vom Fischgrätenmuster auf dem Boden über den Pelikan an der Decke und noch einiges mehr, das die Gemeinde teilweise zum Schmunzeln brachte.

Musikalisch war es vielfältig und so gab es von Liedbegleitungen vom Posaunenchor über die Orgel bis hin zu Gitarre und Cajon ebenfalls so etwas wie eine Zeitreise in der Musik.

Mit dem Lied der KiTa Kinder, Jungschar und den Teenies aus dem Jugendkreis „So wie Pommes ohne Ketchup – So bin ich Jesus ohne Dich“ war gut spürbar, worauf es im Leben und im Glauben ankommt.

In der Predigt ging es dann um die Steine, mit der eine Kirche gebaut ist. Ein guter Vergleich für die Menschen in der Gemeinde, die wie lebendige Steine sind und nur zusammenhalten können, wenn der Glaube sie wie Mörtel zusammenfügt. Als Andenken bekam jeder einen Leuchtkiesel, der an den Gottesdienst erinnert mit der Botschaft: lasst Euch von Gott anleuchten, damit Ihr leuchten könnt. Mit dem Lied „Gott ist gegenwärtig“ von Gerhard Terstegen, der in 1769 verstorben ist, wurden die Predigteile mit verschiedenen Strophen umrahmt.

Beim Psalm 84,4 den am 03. Dezember 1769 zur Einweihung Pfarrer Müller ausgewählt hatte, wurde deutlich, wie weise diese Wahl war und er hätte sich bestimmt gefreut, wenn er mitbekommen hätte, dass genau dieser Psalm noch einmal Thema das Gottesdienstes war – nur knapp 250 Jahre später.

Nach dem Gottesdienst war mit Unterstützung vom Gesangverein aCHORd, der Oweplätze angeboten hat und dem VDK, der mit Würstchenbraten unterstützt hat, dazu Waffeln und Slusheis vom CVJM und Kaffee und Kuchen von Mütterkreis und Vitamin F für das leibliche Wohl gesorgt, bevor dann für die Kinder die Aktionen starteten. Bei den Erzieherinnen der KiTa wurden Turnbeutel bemalt oder die Kinder konnten sich schminken lassen – es wurden sogar Erwachsene gesichtet, die sich ihre Gesichter „verzaubern“ ließen.

Beim Schuss auf das große Fußballtor konnte man seine Schusskraft mit einer Tempomessanlage messen und am Ende des Festes wurde mit Silas Reeh der Torschütze mit dem schnellsten Schuss geehrt – 100km/h schaffte sein Ball, und das in einer Tempo 30 Zone!

Etwas Mut war beim Klettern im Kirchturm gefordert. Mit Gurt und Seil gesichert, durften die Kinder bis zur Glocke klettern – ein echtes Erlebnis. Sogar eine Uroma hat sich mutig die lange Leiter nach oben getraut.

Der Posaunenchor hält seit vielen Jahren die schöne Tradition aufrecht, den Jubilaren in Rittershausen ein Ständchen zu spielen. Ein 250. Geburtstag ist hier natürlich etwas Besonderes und so wurde mit Verstärkung durch einen Schlagzeuger ab 14.00 Uhr dem Geburtstagskind und seinen Gästen etwas für die Ohren geboten.

Zum Ende des Festes stand noch das Entenrennen auf dem Programm. Die längere Trockenheit hat auch leider für einen niedrigen Wasserstand gesorgt, aber dank der Unterstützung von vier Jugendlichen konnten die Enten vom Start bis ins Ziel schwimmen. Der Besitzer der schnellsten Ente war Henrik Schwebel, der einen Gutschein der Buchhandlung Kreck als Gewinner erhalten hat. Aber auch für die lahme Ente gab es einen Trostpreis, nämlich ein Schlusslicht in Form einer Taschenlampe, über die sich Erik Schmidt freuen konnte.

Nach der Siegerehrung von Entenrennen und der Torschussaktion endete die Jubiläumsfeier. Die Verantwortlichen danken allen, die mitgeholfen und dazu beigetragen haben, dass es so ein schöner Tag wurde.

Dorffest zum 250. Kirchenjubiläum in Rittershausen