Grundsteinlegung Ev. KiTa Sonnenschein Rittershausen

Am 04.07. um 16.00 Uhr war es soweit: die Absperrgitter öffneten sich und die eingeladenen Gäste konnten nicht nur die große Bodenplatte sehen, sondern schon viele der Räume begutachten – bei einigen werden zwar noch Zwischenwände eingezogen, aber man konnte schon ein gutes Gefühl für die Räume erhalten.

Erzieherinnen, KiTa Kinder und ihre Familien, Nachbarn, Bürgermeister, Gemeindevertreter und Gemeindevorstand, Mitarbeiter aus der Gemeindeverwaltung, Architekt und Fachplaner, Mitglieder des Kirchenvorstands, Sekretärinnen aus dem Gemeindebüro – kurzum: viele waren gekommen und nahmen im großen, sonnendurchfluteten Flur Platz.

Im Rahmen der Begrüßung berichtete Nicole Eckhardt von den Anfängen der Überlegungen zum Umbau der KiTa, denn zunächst war nicht an einen Neubau gedacht worden. Einen ersten schriftlichen Hinweis auf die Notwendigkeit, etwas an den Räumen verändern zu müssen, ist in einem Protokoll des Kirchenvorstands vom 11.10.2012 zu lesen. Hier wird von einer Küchenoptimierung geschrieben, die es ermöglichen sollte, die KiTas in Steinbrücken und Rittershausen mit frischem Mittagessen zu versorgen. Doch auch die fehlenden Räumlichkeiten und beengten Platzverhältnisse machten deutlich, dass hier eine Lösung gefunden werden musste. Nach und nach wurden jedoch nicht nur die beengten Räume zum Problem, sondern auch der inzwischen abgerissene Gebäudeteil, der ziemlich marode war – bei starkem Regen gab es immer mal wieder Pfützen im Büro oder Bewegungsraum. Eine Zusammenfassung der Beschlüsse des Kirchenvorstands wurde für die Zeitkapsel bereitgelegt.

Herr Bierbach als Architekt des Neubaus war ebenfalls seit Ende 2012 in die Planungen involviert und berichtete von den Entwicklungen der Planungen – zunächst vom Anbau an das alte Gebäude bis hin zur Entscheidung, eine neue KiTa zu bauen, weil die andere Lösung aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll war. Als Zugabe für die Zeitkapsel brachte er einen Plan der KiTa mit.

Ganz gespannt beobachten die Kinder Tag für Tag hautnah von Fenster oder Spielplatz aus die Geschehnisse auf der Baustelle, berichtete die KiTa Leitung Jasmin Greeb den Zuhörern. „Welches Baustellenfahrzeug kommt denn heute zum Einsatz?“, das sind die drängenden Fragen, die am Morgen häufig gestellt werden. Und jetzt waren die Kinder an der Reihe, die schon geduldig in den ersten Reihen auf ihren Einsatz gewartet haben. Mit dem Lied „Der Kluge baut sein Haus auf festen Grund“ bauten sie die Brücke vom Neubau auf einer stabilen Bodenplatte zu unserem christlichen Glauben.

Das war eine gute Einleitung zur kurzen Andacht von Pfarrerin Constanze Reif, die die Bibelstelle, auf der das Lied basiert, hier aufgegriffen hat. Sie betonte auch die bunte Vielfalt einer KiTa, die nicht nur aus einem schönen Gebäude besteht, sondern erst durch die vielen Menschen; Kinder, Erzieherinnen und Familien ihre Lebendigkeit erhält. Ein Segensspruch zum Schutz für die Bauarbeiter und Planer, für alle weiteren Planungen und Überlegungen aber auch schon für die Zeit, in der die Kinder dieses Gebäude beziehen gehörte natürlich dazu. Dieser Segen mit einem kleinen Holzkreuz wurde für die Zeitkapsel bereitgelegt.

Als letzte Redner ergriffen Bürgermeister Andreas Thomas und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Matthias Kreck das Wort. Beide berichteten von der langen Planungszeit. An diesem Tag könne man aber gut sehen, dass man zwar mitunter unterschiedlicher Meinung gewesen sei oder auch ausgiebig über Dinge diskutiert habe, aber jetzt doch zu einem sehr guten Ergebnis gekommen sei , über das sich alle Beteiligten gemeinsam freuen könnten. Matthias Kreck machte noch einmal deutlich, dass KiTas Bildungseinrichtungen sind und, indem für Kinder gute Möglichkeiten zur Bildung geschaffen werden, damit gleichzeitig eine Investition in die Zukunft geleistet wird. Seitens der Gemeinde Dietzhölztal wurde die neue Ausgabe der Dietzhölztaler Nachrichten für die Zeitkapsel beigesteuert.

Jetzt war der große Augenblick gekommen, an dem die Kinder zu ihren mitgebrachten Spachteln greifen konnten. Nachdem alle Gegenstände (Tageszeitung, Gemeindebrief, Dietzhölztaler Nachrichten, Segen mit Kreuz, Bauplan, Zusammenfassung der Entwicklung bis zum Bau, Hand- und Fingerabdruck von jedem Kind) in der Zeitkapsel ihren Platz gefunden hatten und die Kapsel gut verschraubt war, musste der Betonestrich zum einbetonieren angerührt werden. Hier war es gut, dass es viele fleißige Hände gab, die Beton in den Eimer geschaufelt, Wasser beigefüllt und dann gerührt haben. Nachdem ein Eimer mit Beton hergestellt worden war, wurde dieser mit großem Applaus in das Loch auf die Zeitkapsel gegossen, so dass diese für die Nachwelt fest verankert in der Bodenplatte ruhen wird.

Nachdem alle Arbeit getan war, konnten sich alle bei Speis und Trank stärken und dabei ins Gespräch kommen. Herr Bierbach stand hier gerne für Fragen rund um den Neubau bereit.

Ein einmaliges, gelungenes Fest – wir freuen uns schon auf die Einweihungsfeier!

Grundsteinlegung Ev. KiTa Sonnenschein Rittershausen