Author: EKGE-Admin

Buch 250. Kirchenjubiläum in Rittershausen

Buch 250. Kirchenjubiläum in Rittershausen

„250 Jahre Kirche Rittershausen“, dieses Jubiläum haben wir im zurückliegenden Jahr gefeiert. Im Nachgang zum Jubiläumsjahr 2019 ist ein Buch erschienen, das auf über 100 Seiten die Geschichte der Kirche beschreibt und das heutige Gemeindeleben illustrieren will. 450 Exemplare sind in der ersten Auflage erhältlich. Das Buch im DIN A4-Querformat kann käuflich zum Preis von 15,00 € im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde, der Buchhandlung Kreck in Ewersbach oder bei den Kirchenvorsteherinnen aus Rittershausen erworben werden.

Ritterhäuser Geschichte im Querformat

Schon lange im Vorfeld zum Kirchenjubiläum haben die Autoren recherchiert und viele Informationen zusammengetragen. So lässt sich im Buch einiges zur Historie der Kirche nachlesen: Von der ersten Kapelle bis zur heutigen Kirche sowie den vorgenommenen Renovierungen. Verfasser Markus Ott hat dabei auch Interessantes aus der Zeit des 18. Jahrhunderts zusammengetragen. Für das Aufbereiten der alten Fotos zeichnete sich Werner Koch verantwortlich. Manfred Aurand ist seit vielen Jahren mit der Ahnenforschung befasst. Er konnte etliche Fotos und Bilder zur Verfügung stellen, auch sein Wissen über Ritterhäuser Familien und deren Ahnen floss in das Buch mit ein.

Ebenfalls im Buch finden sich Originaltexte der alten Chronik von Jakob Karle aus den 1930er Jahren, die wir mit freundlicher Genehmigung seiner Tochter abdrucken durften, sowie Texte aus der Dorfchronik anlässlich des 600jährigen Dorfjubiläum von Rittershausen.

 

Gemeindegruppen stellen sich vor

Auch die neuere Geschichte ist im Buch präsent: So stellen sich die Gruppen und Kreise der Kirchengemeinde vor, die Liturgie wird erläutert und es finden sich Erklärungen zu Altar, Antependien, Denkmalschutz und den Besonderheiten der Kirche.

Die Grußworte von Dekan Roland Jaeckle, Pfarrerin Dorit-Christina Thielmann und Bürgermeister Andreas Thomas sowie der ehemaligen Rittershäuser Pfarrer Jonas Schmidt, Matthias Schwarz und Jürgen Barth runden das Buch ab. Für die Gestaltung war Kirchenvorsteherin Nicole Eckhardt verantwortlich und Kirchenvorsteherin Astrid Friedrich hat das Buch vor dem Druck korrekturgelesen.

Mit dem tollen Team hat das Zusammenstellen des Buches sehr viel Spaß gemacht – die vielen Stunden, die wir in das Projekt investiert haben, haben wir dabei nicht gezählt. Es war uns ein Anliegen, nicht nur das Gebäude der Kirche in den Blick zu nehmen, sondern auch die Gemeinschaft der Menschen im Glauben an Gott – weil eine Kirche ohne Gott und die Menschen eben nur ein lebloses Gebäude ist. Vielleicht  geht das Buch bei großer Nachfrage in eine weitere Auflage…

Grundsteinlegung Ev. KiTa Sonnenschein Rittershausen

Grundsteinlegung Ev. KiTa Sonnenschein Rittershausen

Am 04.07. um 16.00 Uhr war es soweit: die Absperrgitter öffneten sich und die eingeladenen Gäste konnten nicht nur die große Bodenplatte sehen, sondern schon viele der Räume begutachten – bei einigen werden zwar noch Zwischenwände eingezogen, aber man konnte schon ein gutes Gefühl für die Räume erhalten.

Erzieherinnen, KiTa Kinder und ihre Familien, Nachbarn, Bürgermeister, Gemeindevertreter und Gemeindevorstand, Mitarbeiter aus der Gemeindeverwaltung, Architekt und Fachplaner, Mitglieder des Kirchenvorstands, Sekretärinnen aus dem Gemeindebüro – kurzum: viele waren gekommen und nahmen im großen, sonnendurchfluteten Flur Platz.

Im Rahmen der Begrüßung berichtete Nicole Eckhardt von den Anfängen der Überlegungen zum Umbau der KiTa, denn zunächst war nicht an einen Neubau gedacht worden. Einen ersten schriftlichen Hinweis auf die Notwendigkeit, etwas an den Räumen verändern zu müssen, ist in einem Protokoll des Kirchenvorstands vom 11.10.2012 zu lesen. Hier wird von einer Küchenoptimierung geschrieben, die es ermöglichen sollte, die KiTas in Steinbrücken und Rittershausen mit frischem Mittagessen zu versorgen. Doch auch die fehlenden Räumlichkeiten und beengten Platzverhältnisse machten deutlich, dass hier eine Lösung gefunden werden musste. Nach und nach wurden jedoch nicht nur die beengten Räume zum Problem, sondern auch der inzwischen abgerissene Gebäudeteil, der ziemlich marode war – bei starkem Regen gab es immer mal wieder Pfützen im Büro oder Bewegungsraum. Eine Zusammenfassung der Beschlüsse des Kirchenvorstands wurde für die Zeitkapsel bereitgelegt.

Herr Bierbach als Architekt des Neubaus war ebenfalls seit Ende 2012 in die Planungen involviert und berichtete von den Entwicklungen der Planungen – zunächst vom Anbau an das alte Gebäude bis hin zur Entscheidung, eine neue KiTa zu bauen, weil die andere Lösung aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll war. Als Zugabe für die Zeitkapsel brachte er einen Plan der KiTa mit.

Ganz gespannt beobachten die Kinder Tag für Tag hautnah von Fenster oder Spielplatz aus die Geschehnisse auf der Baustelle, berichtete die KiTa Leitung Jasmin Greeb den Zuhörern. „Welches Baustellenfahrzeug kommt denn heute zum Einsatz?“, das sind die drängenden Fragen, die am Morgen häufig gestellt werden. Und jetzt waren die Kinder an der Reihe, die schon geduldig in den ersten Reihen auf ihren Einsatz gewartet haben. Mit dem Lied „Der Kluge baut sein Haus auf festen Grund“ bauten sie die Brücke vom Neubau auf einer stabilen Bodenplatte zu unserem christlichen Glauben.

Das war eine gute Einleitung zur kurzen Andacht von Pfarrerin Constanze Reif, die die Bibelstelle, auf der das Lied basiert, hier aufgegriffen hat. Sie betonte auch die bunte Vielfalt einer KiTa, die nicht nur aus einem schönen Gebäude besteht, sondern erst durch die vielen Menschen; Kinder, Erzieherinnen und Familien ihre Lebendigkeit erhält. Ein Segensspruch zum Schutz für die Bauarbeiter und Planer, für alle weiteren Planungen und Überlegungen aber auch schon für die Zeit, in der die Kinder dieses Gebäude beziehen gehörte natürlich dazu. Dieser Segen mit einem kleinen Holzkreuz wurde für die Zeitkapsel bereitgelegt.

Als letzte Redner ergriffen Bürgermeister Andreas Thomas und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Matthias Kreck das Wort. Beide berichteten von der langen Planungszeit. An diesem Tag könne man aber gut sehen, dass man zwar mitunter unterschiedlicher Meinung gewesen sei oder auch ausgiebig über Dinge diskutiert habe, aber jetzt doch zu einem sehr guten Ergebnis gekommen sei , über das sich alle Beteiligten gemeinsam freuen könnten. Matthias Kreck machte noch einmal deutlich, dass KiTas Bildungseinrichtungen sind und, indem für Kinder gute Möglichkeiten zur Bildung geschaffen werden, damit gleichzeitig eine Investition in die Zukunft geleistet wird. Seitens der Gemeinde Dietzhölztal wurde die neue Ausgabe der Dietzhölztaler Nachrichten für die Zeitkapsel beigesteuert.

Jetzt war der große Augenblick gekommen, an dem die Kinder zu ihren mitgebrachten Spachteln greifen konnten. Nachdem alle Gegenstände (Tageszeitung, Gemeindebrief, Dietzhölztaler Nachrichten, Segen mit Kreuz, Bauplan, Zusammenfassung der Entwicklung bis zum Bau, Hand- und Fingerabdruck von jedem Kind) in der Zeitkapsel ihren Platz gefunden hatten und die Kapsel gut verschraubt war, musste der Betonestrich zum einbetonieren angerührt werden. Hier war es gut, dass es viele fleißige Hände gab, die Beton in den Eimer geschaufelt, Wasser beigefüllt und dann gerührt haben. Nachdem ein Eimer mit Beton hergestellt worden war, wurde dieser mit großem Applaus in das Loch auf die Zeitkapsel gegossen, so dass diese für die Nachwelt fest verankert in der Bodenplatte ruhen wird.

Nachdem alle Arbeit getan war, konnten sich alle bei Speis und Trank stärken und dabei ins Gespräch kommen. Herr Bierbach stand hier gerne für Fragen rund um den Neubau bereit.

Ein einmaliges, gelungenes Fest – wir freuen uns schon auf die Einweihungsfeier!