KV Wahl 2021

Es kandidieren:

Dorothee Benner

Nicole Eckhardt

Lukas Engel

Astrid Friedrich

Andreas Giersbach

Elke Groos

Lisa Sophie Koch

Lisa Marie Schmitt

Dr. Eberhard Scholl


Wozu eigentlich Kirchenvorstandswahl?

Am 13. Juni 2021 ist der Termin, zu dem in der ganzen Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau die Leitungsgremien der Kirchengemeinden neu gewählt werden. Die Wahl ist aufwändig, wird schon viele Monate zuvor vorbereitet, kostet auf allen Ebenen viel Zeit, Kraft, Nerven – und Geld. Wozu aber das Ganze?

Ja, warum ist der Kirchenvorstand so wichtig?

In einer Kirchengemeinde gibt es viele Entscheidungen zu treffen: Überall, Was müssen wir tun? Was müssen wir lassen? Wofür geben wir unser Geld aus? Wie gehen wir mit Konflikten um? In der Gemeinde ist das nicht anders als im Betrieb oder im Verein. Da muss viel entschieden werden. In der Gemeinde übernimmt das der Kirchenvorstand. Er entscheidet über das gottesdienstliche Leben, das Gemeindeleben, die Finanzen, die Gebäude, das Personal.

Gibt es also keinen Unterschied zwischen dem Kirchenvorstand und einem politischen Gremium?

In politischen Gremien ringen Parteien um den richtigen Weg; die Mehrheit entscheidet. Auch der Kirchenvorstand ringt um den richtigen Weg. Auch hier werden Mehrheiten gesucht, aber mehr noch Einstimmigkeit oder mindestens Einmütigkeit. Und das natürlich ohne Druck. Orientierung geben die Ordnungen der Gemeinde und die Gesetze der Kirche, vor allem aber der Wille des Herrn der Kirche: Jesus Christus. Darum ist die Orientierung an der Bibel wichtig. Und das Gebet. Übrigens betet Jesus auch! Er betet, dass eine Leute eins sind, wie er und der Vater eins sind. Das schließt Streit in Sachfragen nicht aus. Aber es ruft zur Einigkeit, auch im Kirchenvorstand.

Wer gehört zum Kirchenvorstand?

Erstens: Gewählte Mitglieder. Für sie gibt es die Kirchenvorstandswahl. Die Gewählten können zweitens weitere Mitglieder berufen. Drittens gibt es geborene Mitglieder: Pfarrerinnen und Pfarrer. Dazu können weitere Personen zu Beratungen hinzugezogen werden, bspw. wenn es um die kirchenmusikalische Arbeit der Kirchengemeinde geht.

Warum gibt es so aufwändige und auch teure Kirchenvorstandswahlen?

Nicht eine Elite soll über alle „herrschen“, sondern alle Gemeindeglieder sollen die Möglichkeit haben, Einfluss zu nehmen, indem sie kandidieren, Kandidierende vorschlagen und am Ende demokratisch wählen. Hier orientiert sich die Kirchenwahl an den Wahlabläufen im politischen Raum, damit alles fair und gerecht zugeht und eben demokratisch.

Und wie geht das mit der Wahl in Zeiten von Corona?

Der Kirchenvorstand hat entschieden, keine Wahllokale einzurichten, sondern eine reine Briefwahl zu machen. Da kommen also die Unterlagen ins Haus und können dann mit der Post oder auf andere Weise ihren Stimmzettel im Umschlag abgeben.

Wer darf eigentlich wählen?

Alle Gemeindeglieder über 14 Jahren.

Und mit der Abgabe des Stimmzettels ist alles für 6 Jahre erledigt?

Nein! Der Kirchenvorstand braucht die Gemeinde: Wie bei einer politischen Wahl, so ist auch hier – und hier in besonderer Weise – die Gemeinde gerufen, für die Wahl, die Kandidierenden und den Kirchenvorstand zu beten. Wer Anregungen oder Anfragen hat, kann sich an alle Mitglieder des Kirchenvorstands wenden. Das kann im persönlichen Gespräch sein. Das kann auch bei der stattfindenden Gemeindeversammlung sein, wo der Kirchenvorstand über seine Arbeit berichtet und besondere Fragen erörtert. Auch hier kann sich die Gemeinde einbringen.

KV Wahl 2021